Entfernungen

Die Bürgerinitaitive hat seit Bekanntwerden der Planungen zum Bau der Braunkohlestaubkraftwerke in Frankfurt Fechenheim einige Rückfragen bei Politikern gestellt. Eine Gesamtschau ist hier zu finden.

Bei der Anfrage an Frau Fuhrmann ging es darum, ob aus ihrer Sicht nicht auch das Land Hessen – NRW macht es uns vor – eine Abstandsregelung von mind. 300 m zwischen Wohnbebauung und Störfallbetrieben gesetzlich vorschreiben könne. Frau Fuhrmann schreibt dazu: “Im vorliegenden Fall des genehmigten Braunkohlekraftwerks auf dem Gelände der Allessa Chemie GmbH wird der Abstand des Standortes der geplanten Feuerungsanlage Weiterlesen

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Betreibersplitting: Wer macht hier was?

Die zukünftige Energieversorgung der AllessaChemie folgt  einem neuen Konzept. Es sieht vor, dass die Kraftwerksanlagen, darunter auch die gasfilterlosen Braunkohlestaub-kraftwerke, von verschiedenen Betreibern betrieben werden. Ein Punkt, der aufgrund der besonderen Gegebenheiten in der Kritik der Öffentlichkeit steht und Gegenstand der drei Klagen gegen die Genehmigung der Braunkohlestaubkraftwerke ist.

Das sogenannte “Contracting” liefert die Basis für das Konzept des Betreibersplittings:

Der Contractor (Anm.: in diesem Fall Getec) errichtet und betreibt die Energieanlage auf eigenes Risiko und Kosten auf der Basis von langfristigen Verträgen mit seinen Kunden. Die Anlagen stehen im Eigentum des Contractors und werden daher häufig auf dem Nachbargrundstück errichtet oder es erfolgt ein Grundbucheintrag über den Eigentumsübergang der neuen Heizung im Gebäude des Auftraggebers. Die Vertragslaufzeiten variieren zwischen 5 bis 20 Jahren. Das gemeinsame Ziel besteht darin, durch effizientere Wärme-Erzeugung und Wärme-Speicherung wirtschaftliche und ökologische Vorteile  (Anm.: hier nicht zutreffend) zu erreichen. Üblicherweise wird der Contractor die an einem vereinbarten Punkt übergebene und dort mittels Wärmemengenzähler gemessene Wärme-Mengen in Rechnung stellen.

Der Reiz für AllessaChemie besteht zum einen darin, dass die Investitionskosten für die Braunkohlestaubkraftwerke nicht aufgebracht werden müssen Weiterlesen

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Teuflische Stickoxide

Stickstoffdioxid (chemisch NO2) ist ein Reizgas und löst in den Atemwegen Reizeffekte aus. Von allen Stickstoffverbindungen hat gasförmiges Stickstoffdioxid in der Umgebungsluft für die menschliche Gesundheit die größte Bedeutung. Als starkes Oxidationsmittel führt es zu Entzündungsreaktionen in den Atemwegen und verstärkt die Reizwirkung anderer Luftschadstoffe, ist in der Publikation “Entwicklung der Luftqualität in Deutschland” vom Umweltbundesamt zu lesen.  Stickstoffdioxid verstärkt das Risiko für Asthma, chronische Bronchitis sowie chronischen Husten und kann die Lungenfunktion schwächen.

Und genau dieser Schadstoff ist schon heute in höherer Konzentration in unserer Atemluft, als dies die Grenzwerte zulassen: Die über das Jahr gemittelten Emissionsgrenzwerte (40 µg pro m3 Luft) sind bei Stickstoffdioxiden an einigen Meßstationen in Frankfurt  deutlich überschritten. 2010 lag der Jahresmittelwert Weiterlesen

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Was sind schon 2.000 kg Feinstaub??

Am 2. Januar wurde hier beschrieben , dass pro Jahr 2 t – also 2.000 kg – Feinstaub alleine von den neu genehmigten Braunkohlestaubanlagen auf dem AllessaChemie-Gelände kommen. Aber  was sind eigentlich 2 t Feinstaub? Staub wiegt ja wenig, daher muss das Volumen ziemlich gross sein. Aber machen 2 t Feinstaub etwas aus? Staubig ist es doch überall…

Damit man sich die Dimension einmal im Verhältnis vorstellen kann: 2 t Feinstaub sind ca16 % dessen, was im gesamten Jahr 2005 durch den internationalen Flugverkehr im gesamten Rhein-Main-Gebiet  emittiert wurde. Ca. 16 % zusätzlich zum Wert von 2005, verursacht von zwei kleinen Kraftwerken der AllessaChemie.

Die Studie der Stadt Frankfurt “Flugverkehr und Luftqualität im Rhein-Main-Gebiet” von 2010 zeigt uns Weiterlesen

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Welche Luft bleibt uns zum Atmen?

Unsere Lebensumwelt verändert sich. Durch zunehmende menschengemachte Verschmutzung erhöhen sich die Risiken für die menschliche Gesundheit.

Beim Schwefeldioxid SO2 gibt es in Deutschland mittlerweile keine Überschreitung der europaweiten Grenzwerte mehr. Dennoch ist das Studium der Genehmigungsakte auch in bezug auf diesen Schadstoff sehr interessant.

Zum einen ist es unglaublich, welche Ausbreitung die SO2 Emission aus einer Anlage, die uns als “Pille-Palle”-Anlage verkauft wurde, hat: in Nord-Nordostrichtung und in Richtung Süd-Südwest bis ins Offenbacher Stadtgebiet dehnt sich die Emissionsglocke aus.  Bedauerlich, dass die Grafik nur die Emissionen aus den Kesseln 1, 2 und 4 zeigt – Fechenheim hat ja viel mehr Kraftwerke zu bieten, insgesamt über 200 MW. Jedes für sich nach der Salamitaktik als “Pille-Palle”-Kraftwerk genehmigt. Man möchte sich die grafische Darstellung, die die Emissionen all dieser Kraftwerke zeigt, gar nicht vorstellen. Zu sehen ist auf der Grafik auch die dichte Bebauung, die an anderer Stelle in der Genehmigungsakte  ja nach Belieben beschrieben wurde, ohne dass das von der Genehmigungsbehörde hinterfragt worden wäre. Unter anderem Weiterlesen

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Bürgerbefragung in vollem Gange

In diesen Tagen werden die letzten Bürgerumfragen in die Briefkästen gesteckt. Der Rücklauf, und dafür möchte ich mich bei den Fechenheimern ganz herzlich bedanken, ist gigantisch!  

Die mit der Erstellung, Vervielfältigung und Verteilung verbundene Arbeit hat mir und meinen Mitstreitern von Zukunft Fechenheim Spaß gemacht. Besonders, da schon nach der Verteilung an die ersten Haushalte so überaus positive und nette Rückläufe bei mir eingingen wie hier oben links zu sehen. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.  

Die Auswertung ist noch nicht erfolgt. Daher kann ich an dieser Stelle nur berichten, was ich beim ersten Durchblättern an Kommentaren und Anregungen für unseren Stadtteil, in dem die Mehrheit gerne lebt, gesehen habe:  

  • Das Mainufer und seine Bedeutung für die Erholung spielt in der positiven Wahrnehmung der Fechenheimer Weiterlesen
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2.000 kg schädlicher Feinstaub pro Jahr

Über schädlichen Feinstaub in der Luft wird derzeit viel diskutiert. Trotz der Einrichtung der Umweltzone wurden in der Stadt Frankfurt an 42 Überschreitungstagen der Tagesmittelwert von 50 µg/m³ überschritten.

Dies sei, so war der Tagespresse zu entnehmen, hauptsächlich dem Wetter geschuldet. Problematisch seien austauscharme Wetterlagen (Inversionswetterlagen), die im Herbst ungewöhnlich lange andauerten. Fechenheim ist hiervon besonders betroffen. Die Luftqualität ist miserabel: nach der Klimaklassifikation, in der thermische Aspekte und  Belüftungsqualität in 6 Kategorien aufgeteilt sind, finden wir Fechenheim in der Kategorie 5 wieder. Fechenheim ist Weiterlesen

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Klimakiller CO2

Die Menschheit bläst immer mehr Abgase in die Luft, doch beim Gipfel in Durban rückte eine weltweite Klimapolitik in weite Ferne. Die UN Klimakonferenz 2011 war ein herber Rückschlag für den Klimaschutz. Und weitere Hiobsbotschaften folgten: Kurz nach dem Ende des Klimagipfels stieg Kanada vorzeitig aus dem Kyoto-Protokoll aus. Und erst kürzlich drohte US-Außenministerin Hillary Clinton mit Vergeltung, sollte die EU den Emissionshandel wie geplant auf den Flugverkehr ausweiten.

Dabei sind die Folgen des Klimawandels inzwischen auch den ärgsten Skeptikern klar.

Die zunehmende Zerstörung der Welt ist menschengemacht. Wer sie sucht, braucht nicht in die Ferne zu blicken: Bedenkenlose Nutzung von Auto- und Flugzeug, überheizte Wohnungen, Stromfresser im standby – all das führt zu unnötiger CO2 Emission. Und nicht nur in China blasen Industrieanlagen vermeidbare Mengen des Klimakillers CO2 in die Luft. Das geschieht auch bei uns in Deutschland. Direkt vor unserer Haustür.

Durch die Nutzung von Braunkohlenstaub Weiterlesen

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Fechenheimer Thesen – Anmerkung # 5

Der Bau des Braunkohlestaubkraftwerkes auf dem Fechenheimer Gelände der AllessaChemie erhitzt die Gemüter des Stadtteils wie auch angrenzender Gemeinden und Städte. Manche finden das Braunkohlestaubkraftwerk nicht beunruhigend  und begründen dies mit Thesen/Behauptungen, die hier kritisch hinterfragt werden. Anmerkung Nr. 5 ist der letzte Beitrag zu diesem Thema.

5) Fünfte These: „Man muss doch an die Arbeitsplätze denken.

Die vollständige These lautet: Man muss doch an die Arbeitsplätze denken, die verloren gehen könnten, wenn der Betrieb des Braunkohlestaubkraftwerkes gestoppt würde. Näheres zum Stopp und den befürchteten Konsequenzen wird nicht gesagt. Das Arbeitsplatz-Argument taucht in jeder Diskussion von der Art, wie sie hier geführt wird, irgendwann einmal auf. Es ist einerseits ein Totschlag-Argument, das Weiterlesen

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Fechenheimer Thesen – Anmerkung # 4

Bitte nehmen Sie an unserer Bürgerbefragung teil! Den Fragebogen können Sie hier herunterladen. Bitte werfen Sie ihn bei Marketing mit Pfeffer MmP, Alt Fechenheim 67 (Stichstrasse zur Strassenbahnhaltestelle) ein. Wir bedanken uns im voraus!

Der Bau des Braunkohlestaubkraftwerkes auf dem Fechenheimer Gelände der AllessaChemie erhitzt die Gemüter des Stadtteils wie auch angrenzender Gemeinden und Städte. Manche finden das Braunkohlestaubkraftwerk nicht beunruhigend  und begründen dies mit Thesen/Behauptungen, die bis Jahresende hier kritisch hinterfragt werden.

4 ) Vierte These:„Man kann doch nicht gleichzeitig gegen alles sein.“

Mit dieser These wird auf den radikalen Ausstieg aus der Kernenergie angespielt, der bis 2022 vollzogen sein soll. Es macht keinen Sinn, so sagen sehr viele, Atomkraft abzulehnen, gleichzeitig aber auch gegen fast alle Investitionsvorhaben für andere Energieformen zu sein – gegen den Ausbau der Stromtrassen, gegen Windräder, weil sie die Landschaft verschandeln, gegen den Anbau von Pflanzen zur Energieerzeugung usw. Die Klagen über den “Gegen-Alles-Bürger“ sind nicht unberechtigt, die Zukunft wird zeigen, wie unsere Gesellschaft dieses Problem löst.

Mit dem Bau des Allessa Braunkohlestaubkraftwerkes Weiterlesen

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